Veranstaltungen


Lübecker Autorenkreis

und seine Freunde e.V.



Lübecker Autorenkreis und seine Freunde e.V.

Veranstaltungen

Auf Grund der Corona SARS-Covid-19 Pandemie sind zunächst gem. Anordnung alle Veranstaltungen bis zum 30.04.2020 abgesagt.

Es besteht die Möglichkeit, dass diese Anordnung verlängert wird. Bitte informieren Sie sich entsprechend über die Medien. Sollte die Anordnung verlängert werden, fallen entsprechend auch alle weiteren Veranstaltungen aus.



Litterärische Gespräche

in der „Gemeinnützigen“, Königstraße 5, 23552 Lübeck


Donnerstag, d. 19. März 2020,19:30 Uhr - ENTFÄLLT WEGEN CORONA -


Litterärisches Gespräch im Bildersaal

Prof. Dietrich von Engelhardt und Jürgen K. Hultenreich:

„Wohin denn ich?“ – Friedrich Hölderlin zum 250. Geburtstag

Jürgen K. Hultenreich, der Hölderlin-Biograf, und der Medizinhistoriker Dietrich von Engelhardt widmen sich einen Tag vor Hölderlins 250. Geburtstag dem Dichter, Übersetzer, Philosophen, Hauslehrer und Revolutionär, der für viele immer noch ein großer Unbekannter ist. Hultenreichs „Poetische Biografie“ erschien 2018 unter dem Titel „Das halbe Leben“. Von Engelhardt setzt sich im Dialog von Medizin und Literatur mit Friedrich Hölderlins „Geisteskrankheit“ auseinander. Leben und Werk, persönliche Kontakte, Briefe, medizinische Gutachten, Reaktionen und Berichte seiner Freunde und Bekannten sind bewegende und beispielhafte Zeugnisse für den praktischen und theoretischen Umgang mit Geisteskranken – auch aus der Sicht Hölderlins selbst über sein eigenes Leiden: „Wie man Helden nachspricht, kann ich wohl sagen, dass mich Apollo geschlagen.“



Donnerstag, d. 16. April 2020, 19:30 Uhr - ENTFÄLLT WEGEN CORONA -


Litterärisches Gespräch im Bildersaal

Dr. Alexej Baskakov:

Iwan Bunin  zum 150.  Geburtstag

Bunin (1870 – 1953), der 1933 als erster Russe den Nobelpreis für Literatur erhielt, wird oft der letzte Klassiker der russischen Prosadichtung genannt. Seine Werke, insbesondere spätere Novellen und der Roman „Das Leben Arsenjews“, erinnern an die Prosa seiner großen Vorgänger Tolstoi und Turgenjew. Seit 1918 lebte er im französischen Exil, wo er einer der Begründer der russischen Exilliteratur wurde. In dieser Schaffenszeit setzte er die Tradition des Realismus des 19. Jahrhunderts fort. Thematisch wandte er sich dem Schicksal Russlands zu. 

 

                                                                                           

Donnerstag, d. 14. Mai 2020, 19:30 Uhr


Litterärisches Gespräch im Bildersaal

Margret Greiner:

Paul Celan und Jerusalem

Paul Celan zum 100. Geburtstag und 50. Todestag

Sein Leben lang hat Paul Celan seine jüdische Identität befragt und in seiner Lyrik immer wieder thematisiert. Im Oktober 1969 fährt er auf Einladung seiner Geliebten Ilana Shmueli, die er aus Jugendtagen in Czernowitz kennt, nach Israel. Der Vortrag  geht dieser Reise nach Jerusalem nach, beschreibt Erwartungen, Hoffnungen, Enttäuschungen und schließlich Celans „Flucht“ aus Jerusalem. Es ist eine Liebesgeschichte, die reale zu einer Frau und zu der Stadt, die diese Frau für ihn inkarniert: Jerusalem. Als Grundlage dienen vor allem Aussagen Ilana Shmuelis (die auf mehreren, mit ihr im Jahr 2008 geführten Gesprächen beruhen), der Briefwechsel zwischen ihr und Paul Celan, seine großartigen „Jerusalem- Gedichte“ aus der Sammlung „Zeitgehöft“.Ein halbes Jahr nach seiner Rückkehr von Jerusalem nahm sich Paul Celan das Leben. Sein Versuch, der „Gefrornis“ von Paris zu entkommen und eine neue spirituelle Heimat in Jerusalem zu finden, war gescheitert.

 


Donnerstag, d. 11. Juni 2020, 19:30 Uhr

 

Litterärisches Gespräch im Bildersaal

Wolfgang Burst:

Goethes „Persische Reise“ - Auf den Spuren seines West-Östlichen Divan

Goethe in Persien? Dichtung oder Wahrheit? Vielleicht beides. Die spannende Reise beginnt in Weimar und endet im persischen Schiraz. Dort „begegnet“ Goethe dem Dichtergenius Hafez, der ihn zu einer ebenso genialen poetischen Schöpfung antreibt. Zwischen ihren ‚Divanen‘ liegen 450 Jahre, und doch kommen sich beide Poeten ganz nahe in ihrer Leidenschaft, das Thema ‚Liebe‘ in all ihren Variationen dichterisch auszugestalten. Und was diese Gedichtsammlungen so spannend macht: Der eine kommt aus der islamischen Mystik, der andere aus dem aufgeklärten Pantheismus. Wie kann es sein, dass Goethe sein Vorbild Hafez gar ‚Zwilling‘ nennt? Und – steckt im West-Östlichen Divan vielleicht eine geheime Botschaft an unsere heutige Welt?  

Donnerstag, d. 25. Juni 2020, 19 Uhr 30

Ferienlektüre für ein Sommerfrischelesevergnügen

Literarischer Salon in der Bücherei

 


Donnerstag, d. 27. August 2020, 19:30 Uhr


Litterärisches Gespräch  im Bildersaal

Prof. Eckhard Nordhofen:

Blumenbergs Zeiten

Hans Blumenberg zum 100. Geburtstag

„Alle Zeit der Welt"- anders als die Redensart es will, verfügen wir keineswegs über sie. Im Vergleich zwischen Urknall und dem Wärmetod der Welt auf der einen und unserer Lebenszeit auf der anderen Seite, ist letztere dramatisch kurz, auch wenn sie in letzter Zeit deutlich angewachsen ist. Hans Blumenberg hat über das Zeitbewusstsein systematisch nachgedacht und ist interessanten Fallbeispielen nachgegangen. Wie reagiert unser Bewusstsein, wenn es merkt, dass seine letzte Zeit schon längst angefangen hat abzulaufen?

 


Donnerstag, d. 17. September 2020, 19:30 Uhr


Literarischer Salon in der Bücherei

Alljährlich zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen „Roman des Jahres“ aus. Beim Literarischen Salon stellen wir Ihnen unsere Favoriten vor.

 

Donnerstag, d. 24. September 2020, 19:30 Uhr 


Litterärisches Gespräch im Bildersaal

Dr. Nikolas Immer:

Allianz und Argwohn.

Zum Verhältnis von Friedrich Schiller und August Wilhelm Schlegel

 

Nachdem der junge August Wilhelm Schlegel im Sommer 1795 nach Braunschweig gekommen ist, beginnt er, mit Friedrich Schiller in näheren brieflichen Austausch zu treten. Mit seinen Musenalmanachen und seiner Zeitschrift „Die Horen“ bietet Schiller dem aufstrebenden Schriftsteller die Möglichkeit, seine Dichtungen, Essays und Übersetzungen zu publizieren. Schon bald bildet sich zwischen Schlegel und Schiller ein produktives Arbeitsbündnis heraus, das allerdings durch das Einwirken von Friedrich Schlegel empfindlich gestört wird und das im Sommer 1797 abrupt sein Ende findet. Mit der Fokussierung auf das Verhältnis von August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schiller soll auch gezeigt werden, wie sich in diesem Kontext die Frühromantik zu formieren beginnt.

 

 

Donnerstag, d. 22. Oktober 2020, 19:30 Uhr


Litterärisches  Gespräch im Bildersaal

Dr. Susanne Nordhofen:

Medea, der Sündenbock?

Medea ist eine der schillerndsten Figuren der antiken Mythenwelt. Die Geschichten, die sich um ihre verhängnisvolle Liebe zu Jason, ihre Zauberkräfte und ihre Rachsucht ranken, verarbeitet schon Euripides. Der Komponist Cherubini widmet „Médée“, der verlassenen Frau und Mörderin ihrer Kinder, seine Oper. 200 Jahre später erscheint Christa Wolfs Roman „Medea.Stimmen“. Die Sündenbocktheorie des Literaturwissenschaftlers und Philosophen René Girard ermöglicht noch einmal einen neuen Blick auf die verschiedenen Rezeptionen der Figur.

 


Donnerstag, d. 19. November 2020, 19:30 Uhr


Litterärisches Gespräch im Bildersaal

Dr. Brigitte Heise und Jutta Kähler:

Gedichte und Texte auf Bildwerke

 

„Das Kunstwerk, das am lohnendsten ist, ist zugleich dasjenige, das zu seiner Auslegung hundert Werke einer anderen Kunstgattung notwendig machte. Ein erlesenes Bildwerk ist der Kern für hundert Gedichte.“ (Ezra Pound) Die gegenseitige Inspiration von Bildkunst und Wortkunst ist Thema dieses besonderen Litterärischen Gesprächs. Schon jahrhundertelang  haben Werke der bildenden Kunst Dichter angeregt, ein  so genanntes Bildgedicht  oder einen Prosatext zu verfassen.  Von der Antike bis in unsere Zeit führt uns hier die Verbindung von Bild und Wort.



Donnerstag, d. 26. November 2020, 19:30 Uhr


Literarischer Salon in der Bücherei

Bücher zur Weihnachtszeit: Wir stellen Neuerscheinungen und Wiederentdecktes vor.


Litera-Tour
Herbsttagung